Ein neuer Monat stand vor der Tür und damit ein neues Motto. Die graue Jahreszeit bringt uns oft in kleine Tiefs. Gerade in diesen Monaten sagen wir oft „Ich will mich verändern“ oder „Ich kann nicht mehr.“. Es wird Zeit dagegen anzugehen. Mit unserem Motto im März.

Grenzenmonat März – Gehe gegen deine (persönliche) Grenze

Wir möchten euch einen Monat lang Beispiele zeigen, wo es sinnvoll und vor allem guttuend ist, mal gegen seine Grenzen zu gehen. Es geht dabei in verschiedene Richtungen, mehr dazu auf unseren sozial Media Accounts (Facebook/Instagram).

Und plötzlich war Jessy (von Stars and Scenes) nicht mehr erreichbar
Es war gleich der erste März, den sich Jessy für ihr Selbstprojekt ausgesucht hat. Eine Woche ohne Internet. Ab 0 Uhr war sowohl das WLAN, als auch die mobilen Daten ausgeschaltet. Nicht nur im privaten Kreis setzte sie ein Zeichen, nein auch beruflich nutzte sie nun für eine Woche kein Internet. Zuerst glaubte Jessy selbst nicht so wirklich daran, dass sie die 7 Tage ohne Internet komplett aushalten würde. Sie machte sich Gedanken über die ersten Probleme, welche auftreten könnten. Von nicht mehr erreichbar sein bis wie finde ich etwas ohne Google heraus.


In einem Videotagebuch hat sie ihre internetlosen Tage einmal für euch dokumentiert. Wir fassen einmal kurz schriftlich zusammen. Mehr auf ihrem Instagram Profil.
Tag 1: Morgens aufstehen, ohne vorerst einmal die sozial Media Accounts zu überprüfen, war spürbar merkwürdig. Für Jessy ist dieses schließlich so etwas wie ein Ritual. Die weiteren Probleme hießen:
kein App, welches die Fahrpläne von Bus und Bahn zeigt (oder gar die Verspätungen)
auch Maps funktioniert nicht ohne Internet (!)
„Man wird wirklich faul, wenn man alles mit dem Handy macht. Und man fühlt sich etwas orientierungslos. Ich bin echt froh, in Berlin zu sein. Ich wohne hier, da kenne ich mich wenigstes aus. In einer anderen Stadt wäre ich glaube aufgeschmissen.“
Tag 2: Tag 1 endete mit einem gesundheitlichen Zusammenbruch (Krankenhausaufenthalt) bei Jessy. Mehr möchte sie diesbezüglich nicht erzählen, aber sie spricht über weitere Probleme und positive Erfahrungen.
Kein Google, wir sollten Dinge wie z.B. die Öffnungszeiten von Ärzten wieder in unseren Köpfen speichern
60% der Menschen bekommen ihre Umwelt nicht mehr mit, da sie laufend aufs Handy starren. Leute schaut doch mal um euch 😉
Tag 3: Instagram, Facebook und WhatsApp werden nicht in der Geneseungsphase vermisst. SMSen sind das Kommunikationsmittel. Und das erste Umdenken beginnt. „Irgendwie spürt man, dass der Druck langsam weniger wird. Ich denke oft sofort antworten zu müssen, schließlich will man in diesem Moment ja etwas von mir. Aber ich glaube, dass das gar nicht so wichtig ist.“ erzählt Jessy in ihrem Video.
Halbzeitresultat: Nehmt euch den Druck! Man muss nicht immer sofort antworten und vor allem nicht überall mitwirken
Tag 4: Erst abends dokumentiert Jessy ihr Video für Tag 4. Mit einer Beichte! Sie benutzte für 20 Minuten an diesem Tag das Internet.
Das Problem: Ihr Handy löschte die Dateien auf ihrer SD Karte. Aus der Not heraus googelte sie, woran es liegen könnte. Und kam dann zusätzlich durch eine Werbung auf eine Seite mit neue Handys. „Es ist diese typische Kettenreaktion im Internet. Du googelst A und kommst dann von B auf Z. Aber ich schwöre, es waren nur 20 Minuten. Ich möchte das Projekt weitermachen!“
Tag 5: Es wird zunehmend schwerer. Jessy probiert ihre Internetstopp-Woche in den Arbeitstag zu integrieren. Vorerst gelingt es ihr, bis sie an einen Punkt ankommt, wo sie das Internet benutzen muss. Das Problem:
eine wichtige E-Mail ist eingetroffen, worauf Jessy bis zum nächsten Tag antworten muss (Aufmerksam macht sie darauf ihre Chefin)
auch auf der Arbeit funktionieren einige Programme nur mit dem Internet
„Es gibt durchaus Dinge, die du ohne Internet auf der Arbeit erledigen kannst. Heute ist so ein Tag, da hast du aber Ermittlungen zu erledigen, da musst du dann auf das Internet zurückgreifen. Das ist ärgerlich.“
Tag 6: Der Freitag ist nicht nur das Schlusslicht der Woche, sondern auch der vorletzte Tag der Internetstopp-Woche. Nach einem weiteren 9 Stunden Arbeitstag heißt es um 17:30 Feierabend. Doch statt mit Freunden über die Woche zu kommunizieren oder gemütlich auf der Couch Instagram und co aus zu checken heißt es noch weitere 18 Stunden ohne Internet. „Ich habe zum ersten Mal das wirklich starke Bedürfnis auf Instagram Storys zu checken oder einen Videoanruf bei WhatsApp zu starten.“ stellt Jessy fest.
Tag 7: Jessy fängt zu tricksen an. Bis 10 Uhr wird geschlafen, danach eine große Gassi Runde. Schnell gefrühstückt und im Kopf geht ein innerlicher Countdown los. „12 Uhr, Welcome back!“

Jessy´s Endresultat der Internetstopp-Woche: „Man kann nicht komplett ohne Internet durchs Leben gehen. Wir Menschen haben das Internet fest integriert, aber man kann es definitiv weniger benutzten.“
3 positive Aspekte einer internetfreien Woche:
Druck verschwindet (Man muss nicht immer sofort und überall antworten. Auch den Satz „Ich muss nur noch schnell […]“ möchte Jessy definitiv aus ihrem Wortschatz streichen
Man nimmt ohne Handy mehr war (Achtet mehr auf eure Umwelt! Ihr müsst nicht den ganzen Tag mit dem Handy in der Hand rumlaufen)
Und hat mehr Zeit (Für sich, für Freunde, zum Entspannen )
Spart Akku (Statt jeden Tag hat Jessy ihr Handy nur jeden zweiten Tag laden müssen)
Jedes kleine Problem, lässt sich definitiv lösen – auch ohne Handy! Man muss nur kreativ sein und seinen Kopf mal etwas mehr anstrengen.

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