• Mi. Jan 20th, 2021

Die Edlseer

Byjessyjess

Jun 24, 2020

Schriftliches Interview mit Fritz Kristoferitsch von Die Edlseer

Servus Fritz, Die Edlseer gibt es zwar schon seit 30 Jahren und man sollte euch nicht nur vom Grand Prix der Volksmusik kennen, aber stellt euch bitte einmal kurz vor, für die, die mit euch noch nichts anfangen können.

Antwort: „Griaß eich – ja, die Edlseer gibt es mittlerweile fast drei Jahrzehnte. Wir waren damals Kinder mit einem großen gemeinsamen Traum – Musik zu machen, die Menschen berührt. Unsere großen Vorbilder das Edler Trio und dann natürlich die Stoakogler (welche nur ein paar Kilometer von uns entfernt wohnen) haben uns inspiriert und dazu ermutigt diesen Traum zu leben und wir hatten auch viel Glück zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Eigentlich haben wir seit damals nie den Weg verlassen und wurden von der wachsenden Fangemeinde zusätzlich bestärkt. Mit den ersten großen Hits wie z.B. „Madonna Mia“, „Aber dann im Garten Eden“ „Edlseerstern“ ging es steil bergauf und auch die Medien wurden auf uns aufmerksam. Zahlreiche Radio- und TV-Auftritte folgten und Die Edlseer leben bis heute eine einzigartige musikalische Erfolgsgeschichte.“

Ihr singt Lieder über die Heimat und Tradition, wie man auch in eurem neuen Song „I schau in Boch nach“ hören kann, wie klingt für euch typisch Österreich?

Antwort: „Typisch Österreichisch ist wohl unser Dialekt, die Tracht, die Schönheit in der Vielfalt unserer Natur und die Leute und das versuchen wir in unseren Liedern wiederzuspiegeln. „I schau in Boch noch“ ist ein Lied, das wir schon vor längerer Zeit von einem befreundeten Komponisten bekommen haben und das anscheinend erst in unseren Köpfen reifen musste. In der jetzigen Zeit, die auch für uns Künstler besonders herausfordernd ist, hat er einfach gepasst und wir sind sehr dankbar für diesen Titel.“

Was ist für euch noch typisch Österreich?

Antwort: „Tradition, Heimat, Natur, Geselligkeit *lacht* – etwas schwierig im Moment – aber vor allem FAMILIE und natürlich die guate Jaus’n (Kulinarik der Region vom Kernöl bis zum Apfelstrudel)“

Bergsport ist auch eine sehr beliebte Sache in Österreich. Wie sieht das bei euch aus?

Antwort: „Zeit in der Natur zu verbringen ist die beste und einfachste Medizin. Wenn dir einmal alles zu eng und zu laut wird, pack deine Wanderschuhe und raus mit dir. Wir sind alle drei sehr naturverbunden und wandern in unserer Freizeit gerne. Um Freunden unserer Heimat und die Region in der wir aufgewachsen sind, vorzustellen, haben wir 2011 unseren Edlseer-Hoamat Wanderweg eröffnet. Er führt ca. 12km von unserem Heimatort aus quer durch die hügelige Landschaft der Oststeiermark. Entlang des Rundweges haben wir Stationen errichtet, die zum Verweilen einladen und Informationen zum Werdegang der Edlseer, der Geschichte unseres Heimatdichters Peter Rosegger und der legendären Schmalspurspahn „Bummelzug“ durchs Feistritztal geben. Die Homat-Kapelle wurde einige Jahre später anlässlich unserer 25-jährigen Bühnenjubiläums errichtet. Sie ist Zeichen von Dankbarkeit und Demut für diesen Traum, den wir leben dürfen und für ein Vierteljahrhundert Unfallfreiheit auf den Straßen. Wir haben bei uns am Land schon noch alle einen tiefen Bezug zum Glauben, der Kirche und Gott. Es ist schon spannend wie oft man unbewusst für etwas betet – aber ich nutze unsere Kapelle aber auch Kirchen unterwegs, wenn einmal etwas Zeit zwischen den Auftritten bleibt, gerne um Kraft zu tanken und in mich zu gehen.“